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Freundeskreis Parcoursschützen

Die hier folgenden redaktionellen Beiträge sind Beiträge des Freundeskreises Parcoursschießen. Die Beiträge entstehen in eigener redaktioneller Verantwortung des Freundeskreises und nicht des Seitenbetreibers. Verantwortlich im Sinne des Presserechtes: Hans-Joachim Wimmeroth (hjw), Schickergasse 20, 53842 Troisdorf


Parcoursfreunde, zur HV des Tiro-Vereins

Die eine und die andere Seite

Viele ehemalige Tiro-Mitglieder werden sich schon gefragt haben, was aus ihrem alten Verband geworden ist. Ein Sittenbild lässt sich nach der jüngsten Jahreshauptversammlung (JHV) malen.

War es bislang so, dass die Jahreshauptversammlung immer anlässlich der Deutschen Meisterschaft veranstaltet wurde (viele teilnehmende Mitglieder), fand in diesem Jahr die Versammlung abgekoppelt vom Turnier auf dem Dornsberg statt. Das muss Gründe haben. Der Kölner Rechtsanwalt und Tiro-Mitglied Stephan Stiletto: „Die Gründe für die Abkoppelung der Mitgliederversammlung von der Austragung der Deutschen Meisterschaft wurden nicht nachvollziehbar dargestellt. Es bleibt der schale Beigeschmack, dass mit dem Dornsberg ein dem neuen Vorstand angenehmer Ort gewählt wurde, um Mehrheiten zu beeinflussen. Nach den Erfahrungen der Vorjahre hätten anlässlich der Deutschen Meisterschaft mehr Mitglieder der JHV beigewohnt. Die Zusammensetzung der Versammlung wäre außerdem repräsentativer gewesen.“

So kam dann auch, was offenbar – weil gewollt – so kommen musste. Nach Eindrücken von Jakob Frohnhofen (Schießplatz Lichteberg/Sörnewitz) waren die kritischen Geister um Alfons Wolff und Monika Schmidt nicht erwünscht. Frohnhofen: „Als wir uns in die Schlange der Wartenden einreihten, um uns in die Anwesenheitsliste einzutragen, wurden Stimmen laut, die da meinten: „Was wollt die denn hier?“ Zwar habe der amtierende Präsident Bertram Quadt ziemlich wenig gesagt, indes aber Heinz Bareither umso mehr. Und so sei nach Frohnhofens Beobachtungen eine regelrechte Treibjagd auf Wolff und Schmidt begonnen worden. Hauptsächlich rankten sich die Vorwürfe gegen die beiden früheren Tiro-Vorstände darum, dass Wolff sich am Verkauf von Wurfmaschinen und Schmidt sich durch die Abrechnung steuerberaterlicher Honorare bereichert hätten. Dazu: In der Tat hat Wolff englische Promatic-Wurfmaschinen sowohl an den Tiro als auch an den Verein Dornsberg verkauft. Dazwischen lag eine gewisse Zeit, und in der veränderte sich zum einen der Kurs des englischen Pfundes drastisch. Zum anderen handelte es sich beim Dornsberg um einen Großabnehmer, bei dem das Werk in England Sonderkonditionen gewährte, die Wolff lediglich weiterleitete. Heißt in dem Fall, die Maschinen wurden billiger. Dass Monika Schmidt Unmengen nie, nie richtig oder nie vollständig bearbeiteter Steuerangelegenheiten des Tiro aufgearbeitet hat, geht über die normale Tätigkeit im Ehrenamt weit hinaus. In jedem Jahr wurde die Einreichung der Bilanz in Fremdleistung vergeben. Sämtliche Angelegenheiten wurden in der Hauptversammlung vorgetragen und entlastet. So erscheint es nur richtig und nachvollziehbar, dass sie für diese Fälle ein Honorar erhalten hat.

Wenn aber in der JHV nach derzeitigem Verbleib von Geldern gefragt wurde, gab es keine Antworten, aber immer wieder die Hinwendung zu den vermeintlichen Verfehlungen von Schmidt und Wolff. Kritische Stimmen waren unerwünscht, beobachtete Stiletto. Den Mitgliedern sei das Wort abgeschnitten und die Erörterung strittiger Punkte per Beschluss abgebrochen worden. Das deckt sich auch mit den Aussagen von Frohnhofen. Als schließlich der Vorstand darauf hingewiesen wurde, dass entstandene Rechtsanwaltskosten in der Vergangenheit immer einzelnen Fällen zugeordnet und detailliert offen gelegt wurden, hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dass sie in diesem Jahr insoweit über die Mittelverwendung nicht informiert werden wolle (!!!), sagt Stiletto weiter. Dabei ging es, so Frohnhofen, unter anderem um die Kosten, die der Vergleich mit dem einst ausgeschlossenen Thomas Pahl verursacht hat. „Das wollte niemand wissen“, wundert sich Frohnhofen noch heute.

Apropos Aufnahme neuer Mitglieder. Der Tiro hat jetzt ein paar alte Mitglieder neu in seinen Reihen: Der Vorstand gestand mündlich ein, dass er durch die Wiederaufnahme der ausgeschlossenen Mitglieder Pahl, Zink und Wöhlcke gegen einen ausdrücklich ablehnenden Beschluss der Mitgliederversammlung 2006 verstoßen hat. Seitens der Mehrheit der Mitgliederversammlung war jedoch nicht gewünscht, dass der Vorstand dazu eine Erklärung abgab, heiß es. Unbeteiligte fühlen sich an die drei Affen erinnert.

Allerdings soll der Tiro – ohnehin schon durch zahllose Austritte gezehntet – ein weiteres Mitglied verlieren, nämlich den hier mehrfach zitierten Jakob Frohnhofen. Der hat mal für die Verwendung seines Eigentums (Schießplatz Lichteberg/Sörnewitz) beschlossen, ein Jahr die Anlage nicht dem Tiro für Wettkämpfe zu vermieten. Daraus schloss ein Charles Schneider messerscharf, dass sei ein vereinsschädigendes Verhalten und beantragte den Ausschluss von Frohnhofen. Das nahmen wohl die Mitglieder nicht ganz einstimmig hin, aber immerhin soll die Angelegenheit geprüft werden. Okay, wer nichts anderes zu tun hat.

Nun hat der Tiro auch eine neue Satzung. Dazu Fachmann Stiletto: „Der Vorstand nahm teilweise die im Vorfeld schriftlich geäußerten Kritikpunkte an dem neuen Satzungsentwurf zum Anlass, um eine andere Satzung zur Abstimmung zu bringen, als mit der Einladung versandt worden war. Der Diskussion um die eigentlich vorgesehene Ermächtigung zur Selbstkontrahierung (Geschäft mit sich selbst, d. Red.) zu Gunsten einzelner Vorstandsmitglieder wurde so abgewendet. Die Herabsetzung der persönlichen Haftung des Vorstands wurde aber ´mit den Stimmen der Regierung` durchgesetzt.“

Weniger Mitglieder, weniger Einnahmen. Da muss man sich Neues einfallen lassen. Der Vorstand gab zu, dass einzelne Wurfmaschinen unter Verkehrswert verkauft werden sollen. Die JHV nahm dies einfach hin, berichten Stiletto und Frohnhofen unisono. Na, denn …

Hanjo Wimmeroth


Ergebnisse und Eindrücke - Preussen Cup 02.04.2011

100 Tauben

Starter Linie 1 Linie 2 Linie 3 Linie 4 Ergebnis
1Frohnhofen2425202291
2Wolff, A. -J.2124212288
3Hinderlich1921232386
4Schauer2220202183
5Postel2123201882
6Bandau2123191881
7Roth, Chr.2020221981
8Katschmarek1922182079
9Gervers2319172079
10Jansen2119201777
11Poppe1521212077
12Schulte2319191576
13Schmitt, P.1916212076
14Sedlmeyer1722181875
15Huismann2118191775
16Schulze1819182075
17Schmitt, M.1919172075
18Reindorf, Ralf1817201974
19Winnemund M.1818211774
20Köditz1622181874
21Möller1918201774
22Krenkler1620191873
23Meyer1820191673
24Geppert, H2115162072
25Zerbe1918181671
26Ludewig2115161870
27Baptist1917171770
28Peter,L2018171570
29Czogalla1818171770
30Bünten1616172170
31Kloska jun.1920161469
32Glaubitt, Dr.1922131468
33Blome1418181868
34Raabe1717181567
35Frohberg1616151966
36Knigge, Frh.1419181465
37Esch2016121765
38Reindorf, Reiner1515161864
39Kloska sen.2017141364
40Schaffner1218201161
41Winnemund D.1416171360
42Irmscher, jun.1619121360
43Doktorcyk, Dirk1215141657
44Furche181281755
45Wolff, D.1515121355
46Irmscher, sen.878831

Ergebnisse - Doubletten Cup 03.04.2011

100 Tauben

Starter Linie 1 Linie 2 Linie 3 Linie 4 Ergebnis
1 Hinderlich 21 21 24 24 90
2 Schmitt, P. 23 22 21 21 87
3 Mayer 21 20 23 22 86
4 Wolff, A. -J. 23 24 19 20 86
5 Schauer 22 18 20 22 82
6 Schulte 18 22 20 22 82
7 Frohnhofen 21 22 23 16 82
8 Krenkler 20 22 19 20 81
9 Möller 20 22 19 20 81
10 Roth, Chr. 17 22 18 21 78
11 Postel 23 18 17 20 78
12 Winnemund M. 21 19 20 17 77
13 Jansen 21 16 19 20 76
14 Blome 18 19 17 19 73
15 Poppe 17 17 19 20 73
16 Glaubitt, Dr. 19 14 20 19 72
17 Schmitt, M. 22 17 17 16 72
18 Reindorf, Ralf 16 22 16 17 71
19 Huismann 19 18 15 18 70
20 Bünten 12 20 18 20 70
21 Czogalla 15 17 19 17 68
22 Wolff, D. 20 16 16 16 68
23 Esch 18 15 17 17 67
24 Frohberg 18 14 18 16 66
25 Katschmarek 13 20 18 13 64
26 Peter,L 12 16 19 15 62
27 Reindorf, Reiner 10 14 17 19 60
28 Köditz 16 10 18 14 58
29 Doktorcyk, Dirk 15 7 18 17 57

Ergebnisse - Nikolausschiessen 04.12.2010

100 Tauben

Frohberg, Frank

67

Huber, Ewald

67

Reindorf, Ralph

66

Schauer,Hartmuth

60

Dieplinger Dr.

60

Frohnhofen, Jakob

58

Köditz, Gert

58

Schönke, Ralf

57

Möller, Reiner

56

Glaubitt, Wolfgang

53

Roth, Christl

51

Winnemund, Maik

49

Zweynert, Ralf

46

Moser, Sigfried

44

Reindorf, Reiner

42

Wolff, Doris

40

Dölling

40

Winnemund, Dorothea

30

Katzwinkel

30

Schulze, Thomas

25

Zenker

23


Weiter geht’s Cup 2010

Gemeinsam sind wir stark

Deutschrocker Udo Lindenberg muss Parcoursschütze (indes nicht bei Tiro) sein, lautet doch der Refrain in einem seiner Hits:

„Hinterm Horizont geht’s weiter,
ein neuer Tag,
hinterm Horizont immer weiter,
gemeinsam sind wir stark“.

Und wie Leuchttürme, die den Seefahrern Sicherheit und Kurs bieten, wirkten die beiden neuen Turmplateaus am Waldstand des Sörnewitzer Parcoursstandes. Massiv und stark stehen sie dort und bieten aus ihrer Höhe attraktives Schießen, das alle Kunst der Schützen fordert, wie Joachim Krenkler nach ausgiebigem Ausprobieren feststellte.

Wie stark Parcours-Schützen nach dem Tiro-Desaster auf dem Dornsberg sein können, zeigte sich Mitte September auf dem Schießplatz Lichteberg-Sörnewitz. Rainer Möller, Maik Winnemund und Jakob Frohnhofen krempelten die Ärmel hoch, packten an und heraus kam der „Weiter geht’s – Cup 2010“. Hintergrund – so die Veranstalter – sollte sein, ein stressfreies Schießen für eine geladene Gästeschar anzubieten und zum anderen den früheren Tiro-Präsidien Alfons-Josef Wolff, Monika Schmitt, Christel Roth und Hanjo Wimmeroth für ihre ehrenamtliche Arbeit zu danken.

Die Türme wären zwar so oder gebaut worden, erläutert Rainer Möller. Aber im Hinblick auf den Wettkampf hätten die drei nun samt Frohnhofens Standmitarbeitern 14 Tage geschafft und geschafft und Freizeit geopfert, um die Anlagen fertig zustellen. „Das Tolle ist, dass die Brüstung nicht unmittelbar am Rand des Plateaus aufragt“, schildert Joachim Krenkler, „so wird vielleicht jemandem mit Höhenproblemen nicht schwindelig.“ Und dann Hasen von vorne oder flotte „Unterflur-Crosser“ zu schießen, das sei schon eine schöne Herausforderung.

Und so kam dann der „Weiter geht’s – Cup 2010“ dabei heraus. Samstags 100 Tauben Parcours, sonntags 50 Doubletten nach britischem Vorbild. Im Großparcours zeigte Alfons Wolff, dass er befreit von des Amtes Last auch wieder treffen kann und mit 88 ex 100 das Rennen für sich entschied. Frohnhofen machte mit 83 den 2. und auf dem 3. Platz landete Ralph Reindorf mit 82 Trffern. Die Masse der Schützen landete etwa zwischen 60 und 70 Trefferprozenten. Damit war auch bei einem recht anspruchsvollen Layout (Gestaltung Frohnhofen) gewährleistet, dass sich alle Schützen sportlich wohlfühlten. Im Doubletten-Parcours drehte sich dann das Bild, Hartmut Schauer gewann mit 79 Treffern, Frohnhofen machte erneut den Zweiten (77) und Wolfram Janssen kam mit 72 ex 100 auf den 3. Platz, wie Bobo-Mitarbeiterin Heike Wolf als Rechnungsführerin des Wettbewerbs ausrechnete.

Als besonders schön empfanden etwa Birgit Pfeifer und Max Wimmeroth, dass am Samstagabend alle Schützen im Clubhaus des Schießstandes blieben. Dort hatten Beate Frohnhofen, Dorothea Winnemund und Ulli Möller nicht nur für hübsche Tischdekoration gesorgt, sondern auch für ein oppulentes Buffet, zum auch noch ein Caterer das eine oder andere zulieferte. So feierten dann 37 Schützen und ihr Anhang, soweit unter Berücksichtigung des folgenden Wettkampftages möglich, in gelassener Atmosphäre, und nach der sonntäglichen Siegerehrung wollte manch einer noch gar nicht nach Hause.

Hanjo Wimmeroth

Fotos: Ulli Möller